Wenn Praxis den Hörsaal besucht
Zum Wintersemester 2026/2027 kommen wieder Bürgermeister und Verwaltungsfachleute an die Hochschule Harz. Warum diese Begegnungen für mich zum Wertvollsten eines Studiums gehören.

Das Wintersemester 2026/2027 wirft seine Schatten voraus. Ich freue mich schon jetzt auf viele bekannte und neue Gesichter, und auf ein Format, das mir in der Lehre besonders am Herzen liegt.
Praxis zu Gast an der Hochschule Harz
Auch in diesem Wintersemester werden wieder Persönlichkeiten aus der kommunalen Praxis an der Hochschule Harz zu Gast sein und mit unseren Studierenden ins Gespräch kommen. Bereits zugesagt haben Olaf Meining, Bürgermeister der Hansestadt Salzwedel, Matthias Egert, Bürgermeister der Stadt Zörbig, sowie Jörn Langhoff vom Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt. Ergänzt wird das Programm ausserdem durch Frau Asatiani-Hermann, Vorsitzende des Beirats für Integration und Migration der Landeshauptstadt Magdeburg.
Für mich gehören solche Begegnungen zu den wertvollsten Elementen eines Studiums. Hochschulen vermitteln wissenschaftliche Grundlagen, Methoden und rechtliche Zusammenhänge. Genauso wichtig ist aber der Blick in die Praxis. Wie entstehen Entscheidungen? Wie werden unterschiedliche Interessen zusammengeführt? Welche Herausforderungen prägen den Arbeitsalltag in einer Kommune? Und welche Verantwortung tragen diejenigen, die Verwaltung gestalten?
Was kein Lehrbuch leisten kann
Kein Lehrbuch kann diese Fragen so beantworten wie Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen. Genau deshalb sind unsere Gäste weit mehr als Referentinnen und Referenten. Sie eröffnen den Studierenden neue Perspektiven, berichten von ihren Erfahrungen und laden zu einer offenen Diskussion ein. Dabei entstehen regelmässig Gespräche, die weit über den eigentlichen Vorlesungsstoff hinausgehen. Nicht selten entwickeln sich daraus Themen für Bachelorarbeiten oder neue Ideen für den späteren Berufsweg.
Es sind dieselben engagierten Studierenden, über die ich schon nach den Klausuren dieses Semesters geschrieben habe. Ich bin überzeugt, dass eine gute akademische Ausbildung beides braucht: wissenschaftliche Fundierung und gelebte Praxis. Erst das Zusammenspiel ermöglicht es, komplexe Zusammenhänge wirklich zu verstehen und die öffentliche Verwaltung in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben.
Mein herzlicher Dank gilt schon jetzt allen Gästen, die sich die Zeit nehmen, mit unseren Studierenden ins Gespräch zu kommen. Ihr Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Es leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass Lehre lebendig bleibt und Wissenschaft und Praxis miteinander ins Gespräch kommen.


